„Aber über das Haus Davids und über die Bürger zu Jerusalem will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets.“ Sach. 12, 10.
Beachte die merkwürdige Veränderung der Personen: „mich ansehen,“ „ihn klagen“. Solche Änderung zeigt Einssein an und gibt uns hinsichtlich der Einheit der Gottheit und der Dreieinigkeit der Personen einen deutlichen Wink.
Der hier spricht, ist Jehovah (V. 1), und doch sagt Er: „mich ansehen, welchen jene zerstochen haben.“ Es ist Jehovah-Jesus, welcher zerstochen wurde und welcher den Geist der Gnade ausgießt.
Es ist merkwürdig, dass Jesus gekreuzigt wurde, während das jüdische Gesetz die Steinigung forderte; sowie dass, als Er gekreuzigt war, der römische Kriegsknecht, der von der Prophezeiung nichts wusste, seine Seite mit dem Speer durchstechen musste.
Hier wird die Bekehrung der Juden verheißen; sie werden zu einem gekreuzigten Christus bekehrt werden. Mit ihrem Unglauben und Hass haben sie seinen Tod verschuldet; lasst uns beten, dass sie durch seinen Tod bald bekehrt werden.
Unser Text zeigt uns ihre Buße, und so muss auch unsere Buße sein. Evangelische Trauer über die Sünde ist der Gegenstand unserer Betrachtung. Betrachten wir sie:
Deshalb kann die Buße auf diesen Blick nicht vorbereiten; wir sehen Jesum an, so wie wir sind; und das Schauen auf Ihn macht uns bußfertig.
Wir bekennen damit wohl die Sünde, aber können dieselbe dadurch nicht aufheben. Die uns gewordene Überzeugung ist ein Spiegel, der uns unsere Flecken zeigt, aber kein Bad, das uns davon reinigt.
Komm, blutendes Herz, und blicke zwecks deiner Heilung auf Jesum! Komm, hartes Herz, und blicke auf Jesum, damit du zerbrochen wirst! Komm, gleichgültiges Herz, denn der Anblick Jesu könnte dich fesseln!
Um der Mannigfaltigkeit willen fügen wir einen zweiten Entwurf über denselben Text hinzu.